{"id":543,"date":"2017-11-28T07:37:26","date_gmt":"2017-11-28T06:37:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sg-ag.de\/WP\/?p=543"},"modified":"2017-11-28T07:39:05","modified_gmt":"2017-11-28T06:39:05","slug":"krankheit-durchkreuzt-die-karriere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sg-ag.de\/WP\/krankheit-durchkreuzt-die-karriere\/","title":{"rendered":"Krankheit durchkreuzt die Karriere"},"content":{"rendered":"<p>Auf eine Stadionwurst mit &#8230;<\/p>\n<p><strong>Bernd St\u00f6rzer<\/strong>, der \u00fcber 20 Jahre im aktiven Bereich t\u00e4tig gewesen ist und auch als Trainer erfolgreich war. F\u00fcr den Sprung in den Profibereich reichte es f\u00fcr den 45-j\u00e4hrigen Waldacht\u00e4ler trotzdem nicht &#8211; aus mitunter dramatischen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sg-ag.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fuhli.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-544 alignright\" src=\"https:\/\/www.sg-ag.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fuhli.jpg\" alt=\"\" width=\"395\" height=\"442\" srcset=\"https:\/\/www.sg-ag.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fuhli.jpg 720w, https:\/\/www.sg-ag.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fuhli-536x600.jpg 536w\" sizes=\"(max-width: 395px) 100vw, 395px\" \/><\/a>Mit dem FC Kickers L\u00fctzenhardt hat er den Durchmarsch von der Kreisliga in die Landesliga vollbracht und dort mit zehn Treffern eine \u00fcberragende Vorrunde gespielt. Eigentlich lief es f\u00fcr Bernd St\u00f6rzer gut, klopften doch in der Konsequenz gar namhafte Vereine wie der FC Saarbr\u00fccken oder die SV B\u00f6blingen an die Haust\u00fcr des damals 22-J\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Allerdings konnte das Fu\u00dfball-Talent keines der Angebote annehmen, eine Krebserkrankung machte ihm einen Strich durch die Rechnung. &#8222;Das war keine sch\u00f6ne Geschichte. Es war sehr schwierig f\u00fcr mich, als junger Kerl hat mir der Fu\u00dfball sehr viel bedeutet. Der Krebs hat mir dann den Boden unter den F\u00fc\u00dfen weggerissen&#8220;, erinnert sich St\u00f6rzer. Doch \u00e4hnlich wie auf dem Fu\u00dfballplatz siegte sein K\u00e4mpferherz auch in hohemTempo \u00fcber die Krankheit, wodurch er bereits nach einem halben Jahr wieder f\u00fcr die Kickers auflaufen konnte.<\/p>\n<p>Kurz darauf wechselte der wiedergenesene St\u00f6rzer in die Verbandsliga zum TuS Ergenzingen, bei dem er jedoch nur eine Vorrunde verbrachte und nach der Winterpause sein Comeback bei den Kickers in L\u00fctzenhardt feierte. &#8222;Im Vergleich zu vorher hat mir nach der Krankheit einfach der Wille und der Biss gefehlt&#8220;, erkl\u00e4rt der ehemalige Kicker.<\/p>\n<p>Trotzdem startete er Ende der 1990er-Jahre einen weiteren Angriff und transferierte nach Tumlingen-H\u00f6rschweiler, wo er mit dem SV die Bezirksliga-Meisterschaft feierte. Nach einem glorreichen Jahr mit den Waldacht\u00e4lern in der Landesliga wurde St\u00f6rzer Spielertrainer in Herzogsweiler-D\u00fcrrweiler und vollbrachte dort den n\u00e4chsten Aufstieg &#8211; diesmal in die Kreisliga A.<\/p>\n<p>Sein Herz schlug jedoch weiterhin f\u00fcr den SV Tumlingen-H\u00f6rschweiler, den er zur\u00fcck in die Landesliga f\u00fchrte und f\u00fcr den er im hohen Alter von 36 erneut als Spielertrainer auflief. &#8222;Wir konnten uns gut halten, sind im zweiten Jahr aber abgestiegen. <strong>Dann bin ich als Trainer nach Altheim-Gr\u00fcnmettstetten in die Bezirksliga&#8220;, erkl\u00e4rt der nun 45-J\u00e4hrige.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dort angekommen stellte St\u00f6rzer schnell fest, dass viel Handlungsbedarf bestand: &#8222;Einige Spieler haben aufgrund von Verletzungen aufgeh\u00f6rt, weswegen wir viele junge Spieler aus der A-Jugend im Kader hatten. Denen musste ich das Fu\u00dfball-Einmaleins von Grund auf beibringen, mit Taktik hatten sie nicht viel am Hut. Nach und nach haben wir uns aber zusammengerauft und die harte Arbeit hat Fr\u00fcchte getragen. Nach einem schwierigen Start haben wir doch noch den Klassenerhalt geschafft, auch wenn das keiner gedacht h\u00e4tte.&#8220; Zwei erfolgreiche Jahre sp\u00e4ter mussten St\u00f6rzer und sein Team 2013 durch einen weiteren gro\u00dfen Umbruch den Gang in die Kreisliga antreten. Trotzdem: &#8222;Das wareine tolle Zeit. Der Verein hat gut funktioniert und die Kameradschaft war super.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Mittlerweile ist Bernd St\u00f6rzer einmal mehr nach TumlingenH\u00f6rschweiler zur\u00fcckgekehrt und f\u00fchrt dort als Coach der D-Junioren die Kreisleistungsstaffel an.<\/p>\n<p>Was ist Ihr Heimatverein?<br \/>\n<em>Ich habe nat\u00fcrlich meine ganze Jugend beim FC Kickers L\u00fctzenhardt verbracht, aber beim SV Tumlingen-H\u00f6rschweiler meine zweite Heimat gefunden.<\/em><\/p>\n<p>Wie verfolgen Sie den SV Tumlingen-H\u00f6rschweiler?<br \/>\n<em>Ich bekomme nat\u00fcrlich einiges mit, wenn ich mit der Jugend im Training bin oder Samstagmittag nach dem Spiel dort bin. Wenn ich sonntags Zeit habe, schaue ich mir auch mal eine Partie an. Genauso verfolge ich <strong>aber \u00fcbrigens auch meine Jungs von Altheim-Gr\u00fcnmettstetten, die mir \u00fcber die sechs Jahre als Trainer ans Herz gewachsen sind.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Was war Ihr gr\u00f6\u00dfter sportlicherErfolg?<br \/>\n<em>Der Aufstieg des SV Tumlingen-H\u00f6rschweiler in die Landesliga, verbunden mit dem Pokalsieg, den wir nach unserer Italienreise eingefahren haben. Wir sind direkt aus dem Reisebus ausgestiegen, haben unsere Sporttaschen geschnappt und das Pokalfinale gegen den ASV Bildechingen nach R\u00fcckstand noch 3:1 gewonnen.<\/em><\/p>\n<p>Wie sind Sie mit dem Sport heute verbunden?<br \/>\n<em>Ich wohne ja nur zwei Minuten weg vom Fu\u00dfballplatz, zumal meine Zwillinge auch noch in der D-Jugend spielen, die ich trainiere.<\/em><\/p>\n<p>Was sind Ihre sch\u00f6nsten sportlichen Erinnerungen an die gute, alte Zeit?<br \/>\n<em>Da gab es so viele Highlights, so viele geile Spiele &#8211; auch mit Erfolg verbunden. Da etwas herauszupicken, f\u00e4llt schwer.<\/em><\/p>\n<p>Was ist die schlimmste sportliche Erinnerung?<br \/>\n<em>Das war meine Krebsgeschichte. Ich war mitten im Fu\u00dfballleben drin, hatte Angebote. Aber dann kam der Schock.<\/em><\/p>\n<p>Wer war Ihr h\u00e4rtester Gegner?<br \/>\n<em>Ich habe mich eigentlich gegen jeden Gegenspieler durchgesetzt. Aber einer, Jochen M\u00fcller von Talheim, mit dem ich auch in der Landesliga zusammengespielt habe, war ein sehr unangenehmer Gegenspieler. Nicht unfair und hart, aber er war ein unglaublich cleverer Spieler. Es war schwer, sich gegen ihn durchzusetzen.<\/em><\/p>\n<p>Treiben Sie heute noch Sport?<br \/>\n<em>Wenn ich Lust und Laune habe, gehe ich joggen, ansonsten Fahrrad fahren, Tennis spielen und seit neustem auch ins Fitnessstudio. Wenn man sein Leben lang Sport macht, dann braucht man das einfach.<\/em><\/p>\n<p>Was tun Sie sonst in Ihrem Leben?<br \/>\n<em>Ich gehe seit Jahren mit meiner Familie in den Urlaub nach S\u00fcdfrankreich. Das ist Pflicht.<\/em><\/p>\n<p>Wo gibt es die beste Stadionwurst?<br \/>\n<em>Kann ich gar nicht so genau beantworten. Ich war mehr auf dem Platz t\u00e4tig, als dass ich noch zum Stadionwurst Essen gekommen bin.<\/em><\/p>\n<p>Verfolgen Sie Sport lieber live im Fernsehen oder vor Ort auf dem Sportplatz?<br \/>\n<em>Wenn das Wetter gut ist, gehe ich gerne auf den Sportplatz, schaue aber auch Champions League und Bundesliga im Fernsehen &#8211; auf dem Sofa mit einem Weizenbier.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sg-ag.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/St\u00f6rzer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier geht&#8217;s zum Bericht aus der S\u00fcdwestpresse<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf eine Stadionwurst mit &#8230; Bernd St\u00f6rzer, der \u00fcber 20 Jahre im aktiven Bereich t\u00e4tig gewesen ist und auch als Trainer erfolgreich war. F\u00fcr den Sprung in den Profibereich reichte es f\u00fcr den 45-j\u00e4hrigen Waldacht\u00e4ler trotzdem nicht &#8211; aus mitunter dramatischen Gr\u00fcnden. 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